Zielsetzung

Ein PC mit viel Power für CAD, Filmschnitt und Bildbearbeitung. Bis hier kein Problem, aber ich wollte als Betriebssystem Mac OSX. Anfang 2017 kaufte ich mir das neue Macbook Pro mit der besten Hardware und probierte es für eine Woche ausgiebig aus. Am Ende war ich enttäuscht von der Leistung und den tatsächlichen Kosten mit Adaptern usw. In diesen Tagen und davor war ich am Thema Hackintosh interessiert und mochte die Idee.

Warum also einen Hackintosh bauen, wenn man alles auch mit Windows oder Linux erledigen kann, mit weniger Problemen bei Installation und Wartung?

Weil der Weg das Ziel ist! Wenn man das Projekt vollendet, bekommt man einen Mac, der für alle Bedürfnisse gut funktioniert und extrem aussieht. Wer sich einmal an Mac OS gewöhnt und eingearbeitet hat, der möchte den Workflow nicht missen, der im Vergleich zu Windows wirklich großartig ist(persönliche Erfahrung).

Das wichtigste Kriterium für meinen Heimrechner ist Stille. Ich kann nicht neben einer Maschine mit wechselnden Lüftergeräuschen arbeiten. Deshalb habe ich mich für eine Wasserkühlung entschieden. Als Teenager wollte ich immer einen PC mit Wasserkühlung bauen, doch damals konnte ich mir diese nicht leisten. Auf der linken Seite seht ihr mein erstes Case Mod, rund 10 Jahren her.

Mein Ziel war es auch, den Hackintosh als modernes Kunstwerk in meine Wohnung zu integrieren, also suchte ich nach einem Gehäuse, das an der Wand befestigt werden kann. Aufgrund meines Ultimaker 2 hatte ich keine Kompromisse, z.B für die Anbringung des Reservoirs. Ich konnte mir bequem alle benötigten speziellen Halterungen drucken.

[siteorigin_widget class=”SiteOrigin_Widget_Image_Widget”][/siteorigin_widget]
[siteorigin_widget class=”SiteOrigin_Widget_Image_Widget”][/siteorigin_widget]
[siteorigin_widget class=”SiteOrigin_Widget_Image_Widget”][/siteorigin_widget]

Komponenten 

Ich habe das Budget auf 2000€ beschränkt. Daher habe ich so viele Teile wie möglich gebraucht gekauft, #obsolescene. Ich habe eine persönliche Abneigung gegen eine Wegwerfgesellschaft. Man muss nicht immer die neueste Hardware haben. Sollte es fragen zwecks der Komponentenauswahl geben, schreibt in die Kommentare. Grundidee ist Hardware zu wählen die bekannt ist mit Mac OS zu arbeiten und ein gutes Preis-Leistungsverhältnis hat. 

Gehäuse:                     Thermaltake Core P3

Prozessor:            Intel i5 6600K

Mainboard:            Gigabyte z170x ultra gaming

Grafikkarte:        EVGA Geforce 970 GTX SC

Arbeitsspeicher:              4x8GB Ballistix Sport LT

Netzteil:     bequiet! Straight Power 10 500W

Hauptspeicher:      Samsung 960 EVO 512 M2SSD

Backupspeicher:  Samsung 850 EVO 512 GB SSD

Bluetooth:            IOGEAR gbu521 W6

WLAN:                     TP-Link TL-WDN4800

Hardware Aufbau

Mainboard, CPU, M2SSD and Kühler

Ich begann mit dem Mainboard, indem ich die Standardkühler entfernte, um die EK CPU und den Mainboardkühler zu installieren. Hier ist es wichtig auch an die kleinen wichtigen Dinge wie die Spannungswandler neben der CPU zu achten. Mit der beigelegten Wärmeleitfolie werden sie auf einer niedrigen Betriebstemperatur gehalten.  Danach kommt die CPU vorsichtig an ihre Position. Bei der Wärmeleitpaste darauf achten, nicht zu viel zu nehmen, ein Reiskorn ist hier völlig ausreichend. Danach habe ich die M2SSD im zugehörigen Slot des Mainboards installiert. Die Entscheidung für diese Art von SSD lag bei der Datenübertragungsrate, fünfmal schneller als eine gewöhnliche SSD und von Apple unterstützt. Der Preis für eine M2SSD liegt aber derzeit doppelt so hoch wie bei einer normalen SSD.

[siteorigin_widget class=”SiteOrigin_Widget_Image_Widget”][/siteorigin_widget]
[siteorigin_widget class=”SiteOrigin_Widget_Image_Widget”][/siteorigin_widget]
[siteorigin_widget class=”SiteOrigin_Widget_Image_Widget”][/siteorigin_widget]
[siteorigin_widget class=”SiteOrigin_Widget_Image_Widget”][/siteorigin_widget]
[siteorigin_widget class=”SiteOrigin_Widget_Image_Widget”][/siteorigin_widget]

Aufbau des Gehäuses

Zuerst habe ich die fertige CPU / M2SSD / Mainboard-Gruppe am Thermaltake Core P3-Gehäuse befestigt und den 3x120mm-Kühler befestigt, dieser soll die gesamte Wärme vom System ableiten. Die Tp Link Wireless-LAN-Karte wird vom MacOS nativ erkannt, ohne einen Kext oder Treiber zu installieren, so dass es wie ein eingebautes WLAN funktioniert. Der Kühler für die Grafikkarte stammt ebenfalls von EK-Coolingsystems. Das Design sieht ähnelt dem CPU-Kühler und ergibt so eine Einheit. Ich habe mich aus drei Gründe für das Thermaltake Core P3 entschieden. Zuallererst kann es an der Wand montiert werden. Es ist ein absoluter Blickfang für den Raum. Zweitens ist die Grafikkarte vertikal eingebaut, so dass man die Vorderseite der Karte oder in meinem Fall den Kühler sehen kann. Drittens es gibt eine Webseite für Open-Source-Teile für druckbare Aufsätze, Lüftergitter und Halterungen. Somit kann man das Gehäuse je nach belieben verändern.

[siteorigin_widget class=”SiteOrigin_Widget_Image_Widget”][/siteorigin_widget]
[siteorigin_widget class=”SiteOrigin_Widget_Image_Widget”][/siteorigin_widget]
[siteorigin_widget class=”SiteOrigin_Widget_Image_Widget”][/siteorigin_widget]
[siteorigin_widget class=”SiteOrigin_Widget_Image_Widget”][/siteorigin_widget]

Kleinere Arbeitsspeicherprobleme

Ich hatte beschlossen die Speichermodule auch mit Wasser zu kühlen. Die Speichermodule hatten aber auf jeder Seite einen aufgeklebten Kühler, den es zu entfernen galt. Der erste, hebelte ich mit verschiedenen Werkzeugen und viel Kraftaufwand ab, was glückte. Aber bei diesem Prozedere musste etwas schief gehen. Prompt zog ich beim zweiten Riegel einen Speicherchip von der Platine. Wirklich enttäuscht über meinen blöden Fehler habe ich Kunst daraus gemacht und den kaputten Riegel in einen Bilderrahmen gesteckt, der heute neben meinem Hackintosh steht, um mich daran zu erinnern, zweimal über meinen nächsten Schritt nachzudenken. Meine Lösung war, das Speichermodul im Ofen auf etwa 70 Grad Celsius aufzuheizen. Die Hitze schwächt den Leim und der Kühler kann leicht abgeschält werden. Danach fügte ich etwas Wärmeleitpaste hinzu und installierte die Kühlerplatten und platzierte die Speichermodule auf das Mainboard. 

[siteorigin_widget class=”SiteOrigin_Widget_Image_Widget”][/siteorigin_widget]
[siteorigin_widget class=”SiteOrigin_Widget_Image_Widget”][/siteorigin_widget]

Wasserkühlung

Nun folgte der schwierigste Teil des Bauprozesses. Meine Idee war die meisten Teile des Wasserkreislaufs wie freistehend wirken zu lassen. Aus diesem Grund habe ich die Halterungen für das Reservoir und den Filter filigran und simpel konstruiert und gedruckt. Ich habe die Designs auf youmagine veröffentlicht.

[siteorigin_widget class=”SiteOrigin_Widget_Image_Widget”][/siteorigin_widget]
[siteorigin_widget class=”SiteOrigin_Widget_Image_Widget”][/siteorigin_widget]
Schließlich habe ich die Enden auf die richtige Länge abgesägt und die Gewindeanschlüsse für das Kühlsystem aufgesteckt. Der Aufbau der Wasserkühlung hat am Ende viel Zeit in Anspruch genommen. Ich füllte den Behälter mit roter Kühlflüssigkeit und begann das System durch Ein- und Ausschalten des Netzteils mit Hilfe der Pumpe zu füllen. Insgesamt habe ich ungefähr einen Liter Kühlmittel verbraucht, weniger als ich erwartet hatte. Ich war wirklich glücklich als das System am Ende dicht gehalten hat, der Aufbau hatte doch recht viel Zeit in Anspruch genommen.
[siteorigin_widget class=”SiteOrigin_Widget_Image_Widget”][/siteorigin_widget]

Das Biegen der Rohre war ein längerer Lernprozess. Ich musste doppelt so viele Rohre bestellen, als ich für das System benötigte, Übung macht den Meister. Für die verschiedenen Winkel habe ich eine Biegeschablone konstruiert, ebenfalls zu finden auf youmagine. Für die Verformung benötigt man einen Silikonschlauch, welcher zum verwendeten Innendurchmesser passt. Mit diesem wir verhindert, dass das Rohr beim Biegen seine Form verliert. Zum Prozess selbst: mit der Heißluftpistole gleichmäßig einen Bereich von 5cm erwärmen, bis sich das Rohr schon von allein biegt, Heißluftpistole abschalten und etwas weniger als den gewünschten Biegradius mit der Biegehilfe halten und das Rohr abkühlen lassen. Hier ein paar Erfahrungen: bei Blasen ist das Acryl zu heiß geworden, bei Falten im Innenradius habt ihr zu schnell gebogen und/oder das Acryl war nicht warm genug. Übrigens nicht gleich den Silikonschlauch entfernen, schaut erst ob der Winkel passt. Nachbiegen ist immer möglich aber nur mit Silikonschlauch und dieser lässt sich nicht wieder einführen, sobald er entfernt wurde.

[siteorigin_widget class=”SiteOrigin_Widget_Image_Widget”][/siteorigin_widget]
[siteorigin_widget class=”SiteOrigin_Widget_Image_Widget”][/siteorigin_widget]

erste Zusammenfassung

Unten seht ihr nun mein fertiges Werk. Das bringt mich auch zum Ende des ersten Teils. Im nächsten Teil werde ich über die Software sprechen, sollte es Interessenten geben. Inhalt wäre dann wie ich 4 mal das Betriebssystem installiert habe und warum ich beschlossen habe, eine weitere SSD zum System hinzuzufügen. Ich würde auch über meine Erfahrungen nach fast 6 Monaten mit einem Hackintosh sprechen, also schreibt in die Kommentare ob ihr einen zweiten Teil sehen möchtet. Bis die Tage!

[siteorigin_widget class=”SiteOrigin_Widget_Image_Widget”][/siteorigin_widget]

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *